Pyramus und Thisbe
 im Hamburger Sprechwerk

„cobratheater.cobra“ zeigt:
Pyramus und Thisbe

frei nach der Oper von J. A. Hasse
Foto: Calendal Klose

Mit: Marie Sophie Richter, Lisa Schmalz, Dario Quiñones und der Stimme von Masanori Hatsuse.
Regie: Benjamin van Bebber.

Musikalische Leitung: Aleksandra Laptas. 
Sound Design: Dario Quiñones. 
Dramaturgie: Martin Grünheit. 
Bühne: Lea Kissing. 
Kostüme: Judith Förster. 
Assistenz: Calendal Klose
.
EIN UNGESTILLTES, UNSTILLBARES IST IN MIR; DAS WILL LAUT WERDEN. EINE BEGIERDE NACH LIEBE IST IN MIR, DIE REDET SELBER DIE SPRACHE DER LIEBE. (Nietzsche)Der Mythos Pyramus und Thisbe: ZWEI LIEBENDE leben durch eine Wand getrennt, unvereinbar nebeneinander. Ihre LIEBE – vom Vater verboten, vom Volk herbeigesehnt – wächst entgegen aller Widerstände. Ein Riss in der Wand gibt einen Ausschnitt auf die begehrte Realität des Anderen frei, macht die Stimme des anderen hörbar. Sie suchen nach Wegen und Mitteln für ihr Begehren – und finden zuletzt doch den Tod. Wie schon oft scheint für die Liebenden nur die imaginäre, jenseitige Vereinigung noch möglich. Wären sie doch ein wenig auf Distanz geblieben, dann sängen sie noch heute…?
Ist es möglich mit Hilfe der Oper die Büchse der Liebe erneut und anders und immer wieder neu zu öffnen? Mit einer Wiederentdeckung von Johann Adolf Hasses bahnbrechender Oper „Piramo e Tisbe“  und im Zusammenspiel von Lautsprecher-Stimmen und singenden Körpern, wollen wir den Schablonen der Liebe auf die Haut rücken. Wie viel Nähe vertragen wir und wo – zwischen romantischen Phantasmen, entkörperlichten Internet-Beziehungen, pornografisierter Werbung und realer Begegnung – kann das stattfinden, wonach wir uns sehnen? Wo ist die Lücke im Gesetz, dass uns hemmt…? Wo ist der Riss in der Wand, die uns vom Anderen trennt…?DAS TEAM besteht aus jungen Künstlern aus Hamburg die in verschiedenen Funktionen Teil des deutschlandweit agierenden Netzwerks cobratheater.cobra sind. „In ähnlicher Besetzung haben wir bereits vor 2 Jahren die Oper „Dido and Aeneas“ im Forum der HfMT produziert und sind mit dem Stück in Norddeutschland mehrfach erfolgreich aufgetreten. Es ist uns daran gelegen, zeitgenössisches und experimentierfreudiges Musiktheater an Orten jenseits der etablierten Institutionen zu entwickeln, um so nicht zuletzt ein anderes Publikum für diese Kunstform zu begeistern.“
BENJAMIN VAN BEBBER: Nach dem Studium der Theater- und Musikwissenschaft sowie Philosophie an der Universität in Frankfurt am Main, seit 2009 Studium für Musiktheaterregie an der Hamburger Theaterakademie. Die seither entstandenen Projekte bewegen sich an den Grenzen zwischen Musiktheater, Choreografie und Performance. Neben eigenen Arbeiten an der Hochschule, arbeitete er 2013 als Regiemitarbeiter an der Oper Bremen mit Laurent Chetouane an „Cosi fan tutte“. Seit 2014 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Zuletzt waren seine Inszenierungen „FATZER / KRIEG“ sowie „LENZ – eine Fluchtlinie“ in Hamburg zu sehen. Erste freie Arbeiten beim Theater Marabu Bonn, bei der Biennale Bern, sowie als Dramaturg beim Solistenensemble Kaleidoskop am Haus der Berliner Festspiele.Gefördert durch Kulturbehörde Hamburg, Fonds Darstellende Künste e.V., Johann-Adolf-Hasse-Stiftung und die Stiftung der Freunde der Hochschule für Musik und Theater HamburgKartenpreise:
VVK: 18,30 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 19 €, ermäßigt 12,50 €Fr 10.04.2015 (Premiere), Sa 11.04., Fr 24.04., Sa 25.04.2015 jeweils um 20 Uhr, So 26.04.2015 um 18 Uhr

Teilen

  • Facebook
  • Twitter
  • Google
  • Email