Hamburg zeigt Sardinenbüchsen -„Kunst“

Hamburg zeigt Kunst. Dieser Artikel in der Mittendrin machte mich neugierig und meine Tochter, eine Freundin und ich bewegten uns heute in die Fischauktionshalle.

Fischauktionshalle 2

Dort eingetroffen, 13,50€ Eintritt bezahlt, überfiel uns nach 30 Sekunden das blanke Entsetzen und  meine beiden BegleiterInnen sahen mich etwas verstört an. Meine Tochter, 13 Jahre jung, fragte mich stickum: das soll eine Kunstausstellung sein?

Kaum die Distanz von 10 laufenden Metern in der Fischauktionshalle bewältigt, kamen wir uns vor, als wären wir in eine Sardinenbüchse gepfercht worden. Wir zwängten uns dann durch die wabernde Menge und landeten erst einmal an einem kleinen Stand mit einem sympathischen Mann mit weiss geschminkten Gesicht, der etwas schüchtern seinen Gedichtband präsentierte  Wir lasen einige Gedichte seines Buches, wobei uns einige Menschen ob des Gedränges fortlaufend anrempelten und uns den Lesegenuss ziemlich verdarben. Shit happens, wir wühlten uns dann weiter durch die wabernde Menge und entdeckten dann doch einige sehr bemerkenswerte Arbeiten  einiger KünstlerInnen. Genießen, oder die Arbeiten auf uns einwirken lassen, war leider genau so unmöglich, wie ein rohes Ei an die Wand zu nageln.

Ein ca. 120 x 140 cm großes Bild aus einer maximalen Distanz von 80 cm „anzusehen“ zu müssen, grenzt schon fast an eine Vergewaltigung der Arbeiten der KünstlerInnen und der interessierten BetrachterInnen und ist, um es deutlich zu formulieren, eine Missachtung der Kultur an sich.

Unterm Strich, damit ich mich nicht in weiterer Lebenszeitverschwendung verirre, Veranstaltungen solcher Art sind kapitalistische Terroranschläge auf die Kultur an sich und die Opfer sind die ausstellenden KünstlerInnen.

 

Das einzig Positive, was ich aus dieser Horrorshow mitgenommen habe, war der Gedichtband des Dichters Fabio Kerouac, ein Bransilianischer Dichter in Hamburg, den ich vor dem Schreiben meines Pamphletes genossen habe.

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